05.02.2020
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Förderung für die Gasheizung und Gas-Hybridheizung

Erneuerbare Energien Pflicht bei BAFA-Zuschuss und KfW-Kredit

Wer eine neue Gasheizung einbauen lässt, kann eine Förderung dafür erhalten. Doch die Anforderungen für einen Zuschuss vom BAFA und den Förderkredit der KfW sind höher geworden! Förderfähig ist die Gasheizung nur noch als Hybridheizung, das heißt wenn gleichzeitig erneuerbare Energien ins Heizsystem eingebunden werden. Alternativ steht der Steuerbonus zur Verfügung. Alle Infos und Details zur Förderung für die Gasheizung.

Solardach: Photovoltaik und SolarthermieBild größer anzeigen
Wer einen Förderung für seine Gasheizung möchte, muss erneuerbare Energien ins Heizsystem einbindenFoto: Energie-Fachberater.de

1. BAFA-Zuschuss für die Gas-Hybridheizung
Der Zuschuss für eine neue Gas-Hybridheizung beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Wird eine alte Ölheizung außer Betrieb genommen, sind sogar 40 Prozent Zuschuss möglich. Als förderfähig gilt eine neue Gasheizung kombiniert mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie, Holz- oder Pelletheizung oder Wärmepumpe. Wichtig ist eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik.

Die technischen Voraussetzungen für die Förderung der Gas-Hybridheizung sind:

  • die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S) muss mindestens 92 % erreichen
  • eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik muss installiert oder vorhanden sein
  • die erneuerbaren Energien müssen mindestens 25 Prozent der Heizlast des Gebäudes abdecken
  • Wird Solarthermie zur Gasheizung kombiniert, gelten die entsprechenden Voraussetzungen für die BAFA-Förderung von Solarthermie
  • Wird eine Holzheizung, Pelletheizung oder Wärmepumpe kombiniert, müssen diese durch ein akkreditiertes Prüfinstitut getestet worden sein.
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

2. BAFA-Zuschuss für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik "Renewable Ready" Wird zuerst nur eine neue Gasheizung mit Brennwerttechnik installiert und erst später - in einer neuen Maßnahme - werden erneuerbare Energien in das Heizsystem integriert, ist ein Zuschuss in Höhe von bis zu 20 Prozent der Kosten möglich.

Die Voraussetzungen für die Förderung einer Gasheizung "Renewable Ready" sind:

  • Die Erweiterung von "Renewable Ready" zu einer Gas-Hybridheizung gemäß den technischen Mindestanforderungen muss binnen zwei Jahren erfolgen und nachgewiesen werden (gerechnet ab dem Datum der Installation der Gasheizung). Erneuerbare Energien müssen also recht zügig ins neue Heizsystem eingebunden werden.
  • Die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz ηs (ETA S) muss mindestens 92 % bei Nennlast erreichen (Herstellernachweis).
  • Eine hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik muss installiert werden oder vorhanden sein.
  • Bei Wohngebäuden muss ein Pufferspeicher installiert werden.
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

Wie wird der BAFA-Zuschuss für die Gasheizung beantragt?
Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor der Auftragsvergabe online beim BAFA gestellt werden! Für die Antragstellung wird ein detaillierter Kostenvoranschlag benötigt. Da die im Antrag angegebenen Kosten später nicht erhöht werden können, sollten Eigentümer für ihre Angaben einen Puffer einplanen und die veranschlagten Kosten großzügig aufrunden.

3. KfW-Förderung zur Finanzierung der Gasheizung
Wer zusätzlich zum BAFA-Zuschuss eine Finanzierung für die Gasheizung benötigt, kann einen zinsgünstigen Kredit im KfW-Programm 167 "Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" beantragen. Bis zu 50.000 Euro Kredit pro Wohneinheit gibt es hier für die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Das Programm lässt sich mit der BAFA-Förderung kombinieren. Dabei darf die Summe aus Kredit und Zuschuss aber die Gesamt­kosten der Heizungs­erneuerung nicht über­steigen. Achtung: Auch die KfW-Förderung muss vor der Erneuerung der Heizung beantragt werden! Die technischen Mindestanforderungen sind die gleichen wie beim BAFA-Zuschuss. KfW-Förderung richtig beantragen.

4. Alternative zur Förderung: Steuerbonus für die Sanierung
Wer die Förderung von KfW oder BAFA nicht in Anspruch nehmen möchte, kann die Kosten für seine neue Gasheizung zwischen 2020 und 2029 von der Steuer absetzen. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer entsprechend reduziert, was bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Wichtig: Es müssen die gleichen technischen Mindestanforderungen wie bei BAFA und KfW erfüllt werden, die fachgerechte Umsetzung muss ein Fachbetrieb bescheinigen. Da der BAFA-Zuschuss bei der Gas-Hybridheizung höher ist als der Steuerbonus, lohnt sich diese Variante in der Regel nur, wenn Eigentümer vergessen haben, den Antrag auf Förderung rechtzeitig zu stellen, sowie bei ausreichend hoher Steuerschuld.

Achtung: Hausbesitzer können entweder die Förderung von BAFA und KfW oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich!

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Quelle: Energie-Fachberater.de / BAfA / KfW
 
 

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