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Expertenrat

Wir möchten ein Haus kaufen. Was empfehlen Sie bei Fenstern, Heizkörpern und feuchtem Keller?

Frage von Sebastian S. am 24.09.2015 

Wir möchten ein Haus kaufen. Der Heizkessel Öl mit Warmwasser ist von 92 und die Heizkörper von 78.
1.Frage: Ist es möglich die alten Heizkörper mit einer Brennwerttherme Gas zu betreiben?
2. Frage: Können neue Heizkörper an die alten, dickeren Heizungsrohre angebracht werden?

Die Fenster oben sind aus Alu von 1978 unten Kunststoff von 98. Wir sind nun hin und her gerissen, ob wir alle Fenster erneuern lassen sollen oder nicht. Neben der Energetik geht es hier auch um Sicherheit. Erst einmal warten und Schwachstellen herausfinden? Und was dann? Was macht Sinn?

Unser Keller ist "feucht". Es haben sich auch schon Salzablagerungen gebildet. Vor dem Mauerwerk sind Vorsatzschalen. Reicht es aus diese Vorsatzschalen zu entfernen, das Mauerwerk zu trocknen und dann mit Sanierputz zu bearbeiten?  

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Zunächst vorab: Eine Ferndiagnose vor einem Hauskauf ist schwierig, am ehesten erhalten Sie eine Einschätzung über Bausubstanz und Zustand der Haustechnik, wenn Sie zusammen mit einem Sachverständigen das Haus besichtigen. Er kann Ihnen im Anschluss auch sagen, welcher Sanierungsaufwand auf Sie zukommt.

Zu Ihrer Heizungsfrage: In der Regel wird empfohlen, beim Einbau einer Brennwertheizung auch die Heizkörper zu erneuern. Das liegt daran, dass die modernen Heizungen mit niedrigeren Temperaturen arbeiten, die für alte Heizkörper oft nicht ausreichen. Das gesamte Einsparpotenzial der Brennwerttechnik kommt im Zusammenspiel mit Niedertemperaturheizkörpern zum Tragen. Ob dafür auch die Heizungsrohre erneuert werden müssen, kann Ihnen am besten ein Heizungsinstallateur vor Ort beantworten.

Zu den Fenstern: Wenn die Fenster unten noch dicht schließen und in Ordnung sind, spricht nichts dagegen, diese zunächst zu belassen. Die alten Fenster im Obergeschoss sind vermutlich eher ein Fall für die Erneuerung, auch aus energetischen Gründen. Ein Fensterbauer kann den Zustand der Fenster beurteilen und Ihnen sagen, ob sich zum Beispiel die Nachrüstung von Sicherheitsmerkmalen im Erdgeschoss lohnt und mit welchen Kosten das verbunden wäre.

Zum feuchten Keller: Handelt es sich bei der Vorsatzschale zum Beispiel um Gipsbauplatten oder eine Holzverkleidung, sollten Sie diese zunächst entfernen, damit der Zustand des Mauerwerks beurteilt werden kann. Ein Sachverständiger oder eine Fachfirma kann dann der Feuchtigkeitsursache auf den Grund gehen und geeignete Sanierungsmaßnahmen empfehlen.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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