Muss ich, um auf dem Dach einer ausgeförderten Solaranlage eine neue EEG-förderfähige Anlage zu betreiben, außer den Modulen auch noch die Wechselrichter tauschen? Was ist dabei sonst noch zu beachten?
Grundsätzlich ist es möglich, den alten Wechselrichter zu behalten. Technisch und wirtschaftlich lohnt sich das allerdings oft nicht. Zum einen ist es wahrscheinlich, dass die neuen Module auf der gleichen Fläche mehr Ertrag bringen. Die höhere Leistung könnte den Wechselrichter überlasten. Zudem sind ältere Geräte weniger effizient. Sie verfügen nicht über moderne Lösungen zur Leistungssteigerung und gehen daher unter Umständen mit Einbußen einher. Das heißt: Die Investition in einen neuen Wechselrichter kann sich unter dem Strich für Sie lohnen.
Wir empfehlen, die Entscheidung zunächst grundsätzlich mit einem Experten vor Ort zu überdenken. Dieser nimmt die Anlage genau unter die Lupe. Er macht eine Aussage zur Effizienz, zur Funktion und zum möglichen Weiterbetrieb. Letzterer ist oft möglich und durch die Umstellung auf Eigenbetrieb auch wirtschaftlich häufig sinnvoll. Zudem bekommen Sie weiterhin eine Vergütung für den eingespeisten Strom, die nicht weit unter der aktuellen Einspeisevergütung liegt.
Wichtig zu wissen: Eine pauschale Aussage oder Empfehlung für die bestehende oder für eine neue PV-Anlage ist aus der Ferne leider nicht möglich. Denn diese hängt sehr stark von den individuellen Gegebenheiten und vom Zustand der Anlage ab. Erfahrene Fachhandwerker oder Energieberater unterstützen Sie dabei.