Die Heizlastberechnung ergibt 9.136 Watt. Das Unternehmen hat eine Bosch Wärmepumpe 7 Aw OR -S installiert. Ist die Wärmepumpe evtl. zu schwach geplant? Nicht, dass im Winter die Wohnung nicht richtig warm wird.
Die Wärmepumpe leistet bei Norm-Außentemperatur weniger als 7 kW, während die Heizlast an diesem Punkt bei rund 9 kW liegt. Das kann durchaus knapp werden. Da die meisten Wärmepumpen über einen elektrischen Heizstab verfügen, schiebt dieser die fehlende Leistung nach. Zu kalt wird es dadurch wahrscheinlich nicht.
Wichtig zu wissen ist, dass die Heizlast im Laufe eines Jahres in der Regel nur wenige Stunden voll zu decken ist. Die meiste Zeit ist der Bedarf durch solare Einstrahlung, interne Gewinne und höhere Temperaturen geringer. Die knappe Auslegung sorgt dabei unter anderem dafür, dass die Wärmepumpe lange Zeit in einem effizienten Leistungsbereich läuft. An kalten Wintertagen kann es durch den Heizstab allerdings teurer werden. Denn dieser arbeitet im Gegensatz zur Wärmepumpe mit einer Leistungszahl von 1. Das heißt, er wandelt eine Kilowattstunde Strom in nur eine Kilowattstunde Wärme um (Wärmepumpe 1: 2 oder 1:3).
Wir empfehlen, sich die Auslegung von der Fachfirma noch einmal erklären zu lassen. Vermuten Sie eine unsachgemäße Ausführung, prüft ein Sachverständiger Planung sowie verbaute Technik detailliert, um eventuelle Ansprüche geltend machen zu können.