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Expertenrat

Welche Art der Dachbodendämmung soll ich wählen und können Styroporchips als Dämmung auf der obersten Geschossdecke bleiben?

Frage von Frank M. am 07.07.2014 

Wir haben ein Fertighaus Bj. 77 erworben, dessen Modernisierung bald ansteht. Der begehbare, jedoch nicht ausgebaute, belüftete Dachboden ist derzeit mit 5-8cm Mineralwolle sowie darauf aufgeschüttete Styroporchipsen (wie als Verpackungsmaterial genutzt) gedämmt. Darüber befinden sich Spanplatten, die soweit ich gesehen habe, nicht verleimt sind. Welche Art der Dämmung sollte ich hier wählen? Können die Styroporchipse in der Decke verbleiben oder müssen diese raus?

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Leider sind Styroporchips kein Dämmmaterial auch wenn dieses Verpackungsmaterial eine gewisse Dämmwirkung hat. Sie sollten diese Chips entfernen und ihre vorhandene Dämmung ergänzen. Ich nehme an, dass die oberste Geschossdecke eine Holzdecke ist. Wenn dem so ist, dann besteht die Möglichkeit den vorhandenen Hohlraum zwischen der bereits eingebauten Dämmung aus Mineralwolle und der Spanplatte mit Zellulose aufzufüllen. Diese wird in den Hohlraum eingeblasen und ergänzt die vorhandene Mineralwolldämmung. Ob diese Kombination ausreicht, um die Anforderungen der EnEV für oberste Geschossdecke zu erfüllen, hängt von der Höhe der Konstruktion ab. Die oberste Geschossdecke muss nach gültiger EnEV einen U-Wert von 0,24 W/m²K aufweisen. Bei der vorgeschlagenen Materialkombination müsste die Decke dann eine Stärke von 20cm aufweisen. Dies sollten Sie aber von einem Fachbetrieb klären lassen.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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