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Expertenrat

Wie können wir bei unserem Haus oberste Geschossdecke und Zwischendecke dämmen?

Frage von Karol P. am 18.12.2014 

Meine Frau und ich haben uns in ein Haus verliebt und es vor kurzem gekauft. Das Haus ist Baujahr 1984 und nach damaligen Gesichtspunkten okölogisch gebaut/gedämmt. Mit noch unwichtigen Kleinigkeiten möchte ich Euch aber z.Zt. nicht aufhalten. Deswegen hier meine konkreten Fragen: In der Zwischendecke und in der oberen Decke (praktisch unter'm Dach) befindet sich eine Dämmung aus Korkplatten. 10 cm in der oberen Decke und 8 cm in der Zwischendecke (dort noch eine Sandschüttung). Natürlich ist es für den heutigen Zeitpunkt ein bisschen wenig :-)

Unser Plan wäre: Jeweils zusätzlich jetzt Klemmfilz, Dampfsperre und Rigipsplatten. Das Haus ist sehr holzlastig und die Balken usw. in den Decken sollen dann der modernen Helligkeit weichen :-)

Nun haben wir - wie es halt immer so ist - von mehreren Leuten natürlich mehrere Meinungen. Diese wären:

1. Klemmfilz, Dampfsperre, Rigipsplatten --> kein Problem

2. Klemmfilz, Dampfsperre, Rigipsplatten --> nicht machen, da angeblich die Zirkulation durch den Kork (und der einen Sandschüttung) gestört wird und somit droht nach vorhersehbarer Zeit der Schimmel.

Das wäre erst mal die wichtigere Fragestellung. Ich habe gelesen, dass es auch spezielle Klimaplatten gibt und eine noch bessere Zirkulation zu gewährleisten. Eventuell habt Ihr noch Tipps.

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Bei Ihrem Vorhaben müssen wir die beiden Decken getrennt betrachten. Denn bei der Zwischendecke befinden sich auf beiden Seiten normal beheizte Räume. In diesem Fall würde ich von einer Konstruktion mit einer Dampfbremse absehen, da auf beiden Seiten der Decke von einer ähnlichen Beheizung auszugehen ist. Somit dürfte bei der Zwischendecke kein größeres Feuchtigkeitsgefälle auftreten, was in irgendeiner Form problematisch sein könnte. Bei der oberen Decke zum Dachboden sieht es etwas anders aus. Da der Dachboden wahrscheinlich kalt ist, sollte der Feuchtigkeitseintrag möglichst gering sein. Hier würde ich allerdings vorschlagen, statt der angedachten Rigipsplatte eine OSB Platte einzubauen. Diese wirkt bei fachmännischem Einbau wie eine Dampfbremse. Hierzu müssen aber die Stöße der Platten nach Einbauanleitung der Plattenhersteller verklebt werden. Diese Variante würde Ihnen den Einbau einer zusätzlichen Folie ersparen und Sie wären feuchtetechnisch auf der sicheren Seite.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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