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Expertenrat

Wie vermeide ich Wärmebrücken und Risse im Putz, wenn ich zwei Etagen im Haus nacheinander dämme?

Frage von Daniel D. am 23.03.2026 

Wir haben eine Aufstockung eines Einfamilienhauses vorgenommen und möchten nun die Fassade des 1. OG mit einem WDVS versehen, solange das Baugerüst noch steht. Im Anschluss soll dann erst das EG saniert werden und nachdem die Fenster erneuert sind, soll ebenfalls ein WDVS an die Fassade angebracht werden.

Welche Möglichkeiten empfehlen Sie für den fachgerechten Anschluss des dann bereits bestehenden WDVS am ersten OG und des dann neuen WDVS am Erdgeschoss? Ich wäre an einer Auskunft bezüglich Vermeidung von Wärmebrücken, aber auch zum möglichst rissfesten Anschluss der Putzschichten interessiert.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Sinnvoll ist es hier, eine durchgehende Dämmebene zu schaffen. Denn auf diese Weise vermeiden Sie Wärmebrücken und sind bauphysikalisch auf der sicheren Seite. Am sichersten ist es dabei, die Anschlusszone des WDVS aus dem OG später noch einmal zu öffnen. Dabei entfernen Sie den Putz auf etwa 20 bis 30 cm, bringen die Dämmung im EG dicht an und legen ein Armierungsgewebe über das WDVS aus dem OG und dem EG. Anschließend verputzen Sie alles wieder. Alternativ können Sie ein Anschluss- und Dehnungsprofil vorsehen. Das ist technisch sowie optisch nicht optimal, aber möglich, wenn Sie den Putz nicht noch einmal entfernen möchten/können.

Unser Tipp: Besprechen Sie das Vorgehen mit einem Handwerker aus Ihrer Region. Die Maßnahme ist üblich und die Experten vor Ort sollten eine passende Lösung parat haben. Denken Sie auch daran, Fördermittel für die Fassadendämmung zu beantragen. Das funktioniert auch, wenn Sie die Arbeiten etagenweise durchführen. Tipps zur richtigen Antragstellung geben wir im Beitrag "BAFA-Förderung richtig beantragen - so geht's".

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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