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Expertenrat

Wie dick sollte eine Fassadendämmung mit WDVS bei meinem Haus sein?

Frage von Iris U. am 15.07.2015 

Habe ein Haus aus dem Baujahr 1957. Es ist massiv aus Hohlblocksteinen gebaut und hat einen normalen Putz. Wie dick sollte eine Fassadendämmung mit WDVS sein? 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Geringfügig abhängig vom berechneten Wärmedämmwert der jetzigen Wandkonstruktion aus Hohlblocksteinen schwankt die Stärke für eine zukunftssichere und förderfähige Dämmschichtdicke nur zwischen 14 und 16 cm. Dabei setze ich einen Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe von 035 voraus. Dämmstoffe mit diesen Eigenschaften sind bspw. Schaumpolystyrol und Mineralwolle. Bei einer Konstruktion mit Dämmstoffen, die einer etwas schwächeren Wärmleitfähigkeitsgruppe angehören, wie bspw. Holzfaserdämmplatten, müssen Sie mit einer Dämmschichtdicke von 17 bis 18 cm rechnen.

Mit diesen Schichtdicken erfüllen Sie den in den Technischen Mindestanforderungen der KFW-Bank genannten U-Wert für die Außenwand von 0,2 W/m²K. Die Einhaltung dieses Wertes ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer Förderung für die Fassadendämmung, wenn Einzelmaßnahmen durch geführt werden. Wollen Sie lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen Genüge tun, so können Sie von den erwähnten Dämmschichtstärken etwa 20 % abziehen. Das wirtschaftliche Optimum liegt jedoch voraussichtlich im Bereich der stärkeren Schichtdicken.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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