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Expertenrat

Können wir den Fußboden gegen Trittschall mit einer Einblasdämmung dämmen?

Frage von Walter P. am 12.05.2022 

Wir haben einen Altbaufußboden komplett saniert. Auf einer sogenannten Steineisendecke haben wir gebundenen Leichtestrich eingebaut, darauf 35 mm Knaufplatten aufgebracht und dann Vinylboden geklebt. Dummerweise ist über den Leichtestrich zu oft gelaufen worden. Diese Hohlstellen übertragen enormen Trittschall - durch die entstandenen Hohlräume wie ein Resonanzboden. Kann man hier nachträglich durch Einblasen ein Dämmmaterial einbringen?

Antwort von Christoph v. Stein 

Wenn ich die Schilderung der Entstehung der Hohlräume richtig verstanden habe, müssten diese sehr flach sein (wenige mm). Durch Einblasen ist hier nichts zu machen. Ich würde es mit PU-Schaum (also ganz normalem Bauschaum") versuchen.

Ich stelle mir auch das Lokalisieren der Hohlräume schwierig vor. Vielleicht hilft ein auf Feuchtemessung spezialisiertes Ingenieurbüro mit Ultraschall- und Infrarotmessungen. Sie werden kaum in einem engen Raster den Boden mit Sondierungsbohrungen "durchsieben" wollen.

Darüber hinaus wäre zu klären, ob der Schadenshergang wirklich ursächlich für die Trittschallwahrnehmung ist. Mir scheint eher prüfenswert,


  • ob überall Randdämmstreifen verbaut wurden (zur Körperschallentkopplung von den Wänden),
  • woraus die 35 mm "Knaufplatten" bestehen, denn die haben - wenn überhaupt - nur eine sehr sehr dünne "weiche Dämmschicht", der Leichtestrich alleine macht keinen Trittschall.

Wenn Sie den Bodenaufbau neu machen sollten, dann würde ich eine Trockenschüttung und darauf in Randdämmstreifen sorgfältig eingefasste und in sich verklebte Fermacellplatten empfehlen.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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