Wir wohnen in einem 6-Parteienhaus, gebaut 1914. Das Haus hat ein zweischaliges Mauerwerk. Es soll eine Kerndämmung erfolgen, doch gibt es unterschiedliche Dämmmaterialien. Welches würden Sie empfehlen? Mineralwolle, EPS-Granulat oder... für einen Altbau 1914 mit einem rel. feuchtem Keller?
In diesem Fall eignet sich zum Beispiel hydrophobierte Mineralwolle (Einblaswolle/-granulat). Denn diese ist wasserabweisend, diffusionsoffen, nicht brennbar und vergleichsweise fehlertolerant. Letzteres ist wichtig, falls es punktuell zu Feuchteeinträgen kommt. EPS-Granulat wäre ebenfalls möglich und dämmt sehr gut, setzt aber eine regensichere Fassade, einen sauberen Hohlraum und ein abgestimmtes Brandschutzkonzept voraus. Gerade im Altbau ist das nicht immer ideal umsetzbar.
Entscheidend für die Auswahl ist dabei weniger der feuchte Keller. Wichtiger ist, dass der Hohlraum dauerhaft trocken bleibt. Das heißt: Es sollte keine Feuchtigkeit aufsteigen oder von außen durch die Fassade eindringen. Prüfen lässt sich das mit einer Endoskopie sowie mit einer Prüfung des Schlagregenschutzes.
Unser Tipp: Besprechen Sie die Situation unbedingt mit einem Fachhandwerker oder einem erfahrenen Energieberater aus Ihrer Region. Die Experten prüfen die Gegebenheiten individuell und geben auf dieser Basis eine fundierte Antwort. Aus der Ferne ist das leider nicht möglich.