Wir sanieren ein Wohnhaus mit 6 Parteien, Sozialbau von 1950, aktuell Einzelölöfen. Fernwärme gibt es nicht, die Nachrüstung einer zentralen Heizungsanlage auf Basis einer Wärmepumpe ist auch mit 70 %-Förderung extrem aufwendig und teuer (5 WE bewohnt). Die Idee wäre, Flächenspeicherheizungen einzubauen, das Dach zu sanieren und großflächig PV mit Mietermodell umzusetzen. Das wäre doch innovative Heizungstechnik im Sinne der BEG-Förderung, oder nicht? Wird aber nicht gefördert, oder sehe ich das falsch?
Nein, für die Elektroheizung bekommen Sie keine Förderung. Ist/wird das Gebäude nicht mit einem sehr guten Wärmeschutz ausgestattet, kann diese Art der Heizung für die Mieter zudem sehr teuer werden. Ähnliche Konzepte, die auf Infrarotheizungen und PV-Anlagen basieren, funktionieren gut, weil die Gebäude bei Neubau oder nach Sanierung nur sehr wenig Energie verlieren. Wir empfehlen, das Vorhaben mit einem Energieberater zu besprechen, um individuell die beste Lösung zu finden.
Unser Tipp: Durch den Verzicht auf eine wasserführende Zentralheizung sinken die Investitionen in dem Fall ganz erheblich. Die Einsparungen lassen sich in den Wärmeschutz stecken, um ein ganzheitlich funktionierendes und wirtschaftlich für alle tragfähiges Gebäude zu erhalten. Alternativ zum Mietermodell kommt dabei eine Pauschalmiete mit Energieflatrate infrage. Dabei kommen Sie auch um die Abrechnungskosten und sparen zusätzlich.