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Expertenrat

Welche Förderung bekomme ich für eine Dachsanierung mit Dämmung, Photovoltaik und Hybridheizung?

Frage von Mauro P. am 04.03.2022 

Welche Zuschüsse würden mir bei einer Dachsanierung mit Dämmung + PV-Anlage + Hybridheizung insgesamt zustehen? Und könnte ich dies auch mit einem zinsgünstigen Kredit bei der KfW-Bank kombinieren? Die Immobilie, die saniert werden soll, befindet sich in Köln.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

In Ihrem Fall kommen verschiedene Fördermöglichkeiten infrage. Zur Förderung der PV-Anlage bekommen Sie losgelöst von anderen Angeboten ein zinsgünstiges Darlehen über das KfW-Programm 270. Dieses können Sie mit der Speicherförderung in NRW kombinieren, wenn Sie die Anlage mit einem Stromspeicher ergänzen. Für Letzteren erhalten Sie dann einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Haben Sie sich ein Angebot für die Photovoltaikanlage mit Speicher erstellen lassen, beantragen Sie den Zuschuss online über die Bezirksregierung Arnsberg. Das KfW-Darlehen beantragen Sie ebenfalls vor dem Beginn der Montage über Ihre Hausbank.

Für den Heizungstausch und die Dachdämmung (mit Dachsanierung) bekommen Sie Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM). Die Förderung für die Dachdämmung ist dabei mit einer Förderrate von 20 bis 25 Prozent verbunden. Die Förderung für die neue Heizung liegt zwischen 20 und 45 Prozent. Wichtig ist, dass Sie die Mittel vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen über die BAFA-Webseite (Zuschuss) oder über Ihre Hausbank (Darlehen mit Tilgungszuschuss) beantragen.

Bei der BEG-Förderung können Sie Kosten von maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr anrechnen. Kostet die Sanierung mehr, können Sie im nächsten Kalenderjahr auf das komplette Budget noch einmal zugreifen oder den Steuerbonus für die Sanierung nutzen. Bei diesem reduziert der Staat Ihre Steuerlast um 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Vergünstigungen erhalten Sie dann verteilt über einen Zeitraum von drei Jahren.

Unser Tipp: Lassen Sie sich vor Ort über Fördermöglichkeiten beraten. Ansprechpartner dazu finden Sie in unserer Energieberater-Datenbank oder über die Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes. Letztere benötigen Sie ohnehin, wenn Sie BEG-Fördermittel für die Dachsanierung beantragen. Benötigen Sie Hilfe, empfehlen wir Ihnen außerdem den Fördermittel-Service von unserem Portalpartner Wüstenrot.

Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für die Sanierung herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für die Sanierung.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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