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Expertenrat

Wie erfolgt der Fußbodenaufbau in einem Hochwassergebiet?

Frage von Dr. Jürgen M. am 21.05.2022 

Ich bin auf der Suche nach einer Lösung zum Fußbodenaufbau über dem Erdreich in potenziellen Hochwassergebieten (mögliche Aufbauhöhe ca. 40 cm).

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Das Hauptproblem wird sein, wie man den Auftrieb einer Dämmschicht im Fußbodenaufbau verhindert. Ebenso dürfen der Estrich und die Nutzschicht nicht auftreiben. Außerdem müssen die Wärmedämmschicht, der Estrich und die Nutzschicht aus Materialien bestehen, welche selbst kein Wasser aufnehmen können.

Konstruktiv muss der Fußbodenaufbau so ausgeführt werden, dass kein Wasser in den Fußbodenaufbau eindringen kann. Ich kann mir vorstellen, dass dafür ein Fußbodenaufbau mit Schaumglas als Dämmschicht ausgeführt wird. Das gut dämmende Material ist absolut beständig gegen Wasser und kann nicht aufschwimmen, wenn es auf dem Untergrund (Abdichtungsebene der Bodenplatte) in Heißbitumen verlegt wird.

Die Abdichtungsebene (hochwertige Bitumenbahnen) muss selbstverständlich sicher mit der Bodenplatte verklebt sein. Als Estrich könnte ein Guss-Asphaltestrich die richtige Wahl sein. Randdämmstreifen sollten nicht verwendet werden, um das Eindringen von Wasser vom Rand her zu vermeiden. Vor dem Einbringen des Estriches sollte der Wandputz eine mineralische Dichtungsschlämme erhalten.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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