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Expertenrat

Ist beim Austausch der Gastherme eine Brennwertheizung Pflicht?

Frage von Ulrich M. am 24.04.2016 

Wenn ein Austausch der Gastherme (im Altbau Baujahr von 1905) nötig wird, welche Anforderungen an das neue Gerät sind dann verpflichtend? Konkret: muss es eine Brennwertgerät inkl. Kaminaufrüstung sein?  

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Das kommt darauf an, ob wir von einer Etagenheizung / Gastherme in einem Mehrfamilienhaus sprechen, oder von einer Zentralheizung / Heizkessel.

Bei einer Zentralheizung gibt es quasi keine Alternative zur Brennwertheizung. Nach der Ökodesign-Richtlinie von September 2015 erfüllen Niedertemperaturheizungen die Mindestanforderungen an die Energieeffizienz nicht mehr, so dass diese auch nicht mehr auf den Markt gebracht werden dürfen. Wenn Ihre Gasheizung eine Zentralheizung ist, muss die neue Heizung also auf jeden Fall eine Brennwertheizung sein, inklusive Schornsteinsanierung und einer Lösung für die Ableitung des anfallenden Kondenswassers. Die gute Nachricht dabei: Sie erhalten für die neue Gas-Brennwertheizung eine KfW-Förderung, die auch die Kosten für die Schornsteinsanierung einschließt.

Ausnahmen gibt es nur für Mehrfamilienhäuser mit Schornsteinmehrfachbelegung, wenn also jede Etage / Wohnung mit eigener Etagenheizung / Gastherme versorgt wird. Raumluftabhängige Heizwertgeräte (Niedertemperaturheizungen) dürfen deshalb in solchen Fällen auch weiterhin eingebaut werden.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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