Ich habe eine Viessmann‑Ölheizung (3 Jahre alt) und zwei Leitungsabschnitte mit erhöhter Frostgefahr:
- einen Heizkörper im Glashaus
- mehrere Meter Heizungsleitung im ungedämmten Dachbereich
Mir ist bekannt, dass Frostschutzmittel im Heizkreislauf grundsätzlich möglich sind, aber nicht üblich betrieben werden. Da ein Notstromaggregat für mich einen sehr hohen Aufwand bedeuten würde, möchte ich Sie fragen:
- Ist es aus fachlicher Sicht sinnvoll und technisch unbedenklich, meinen Heizkreislauf mit einem Propylenglykol‑Frostschutzgemisch zu betreiben, um diese beiden gefährdeten Stellen zuverlässig abzusichern?
Falls ja:
- Welche Konzentration wäre empfehlenswert?
- Muss das MAG neu eingestellt werden?
- Gibt es Nachteile für Effizienz, Pumpen oder Regelung?
Ein Betrieb der Heizung mit Frostschutzmittel ist grundsätzlich möglich, im Einzelfall aber detailliert zu planen. Prüfen sollten Sie dabei zunächst, ob alle Komponenten (insbesondere der Kessel) mit der Flüssigkeit zurechtkommen.
Ist das der Fall, wählen Sie die Konzentration entsprechend der Vorgaben des Glykol-Anbieters so, dass Sie einen möglichst geringen Glykol-Anteil fahren müssen. Entscheidend ist dabei die Temperatur, die je nach Region zwischen - 10 und - 15 Grad Celsius liegt – unter Umständen auch darunter.
Da Glykol die Wärmespeicherfähigkeit und die Fließeigenschaften des Heizungswassers beeinflusst, sind Pumpen, Ventile und MAG unter Umständen entsprechend anzupassen. Eine fundierte Antwort gibt hier ein Heizungsbauer aus Ihrer Region, der die Arbeiten auch ausführen kann.
Da es bei Ihnen nur um kurze Teilstrecken geht, kommen unter anderem auch alternative Lösungen infrage. So können Sie Rohre in bestimmten Bereichen stärker dämmen oder eine elektrische Rohrbegleitheizung installieren. Letztere geht dabei automatisch in Betrieb, wenn die Temperatur einen voreingestellten Wert unterschreitet.