Expertenrat

Die Heizung im Haus läuft auch im Sommer. Was können wir unternehmen?

Frage von Karl-Heinz L. am 11.11.2022 

Ich wohne in einer Wohnanlage, deren 3 Straßenzüge mit Nahwärme (Gas) versorgt werden. Auch in den Sommermonaten werden die Wohnräume durch in den Wänden verlaufende, ständig heiße Heizungsrohre (Steigleitungen?) "beheizt". Und dies trotz Außentemperaturen von mehr als 35 Grad Celsius. Konsequenz daraus: Innentemperaturen von tlw. mehr als 29 Grad tagsüber und mehr als 28 Grad des Nachts.! Lt. Hausverwaltung werden lediglich 2 Wohneinheiten in einem Straßenzug mit Warmwasser versorgt.

Frage an Sie: Kann der Energieversorger (durch technische Umrüstung) gezwungen werden, zumindest während der Sommermonate in den beiden Straßenzügen, die nachweislich kein Warmwasser benötigen, dafür Sorge zu tragen, diese völlig unnötige, teure und auch gesundheitsschädigende Energieverschwendung abzustellen? Der Energieversorger hat auf 2 schriftliche Nachfragen diesbezüglich noch nicht einmal geantwortet. Die Hausverwaltung sieht das Problem, belässt es aber bei telefonischen Anfragen beim Energieversorger ohne klare Antwort zu erhalten.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Der Energieversorger ist in der Regel nur bis zur Anschlussstelle im Haus für seine Anlage verantwortlich. Ab diesem Punkt beginnt die Verantwortung der Gebäudeeigentümer. Abhängig von der Art der Installation sollten diese die Wärmeversorgung der Heizung einfach abstellen können. Geht es um Probleme mit der Warmwasserverteilung, hilft eine Wärmedämmung. Diese ist nach § 69 und Anlage 8 GEG in der Regel Pflicht. Sie mindert die Wärmeverluste und verhindert das unerwünschte Aufheizen der betroffenen Wohnungen.

Ohne die Anlage im Detail zu kennen, ist eine verbindliche Auskunft aus der Ferne leider jedoch nicht möglich. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen den Kontakt zu einem Energieberater oder einem Fachhandwerker aus Ihrer Region. Die Experten begutachten die Technik und schlagen eine passende Lösung vor.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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