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Expertenrat

Wie funktioniert die Innendämmung im Keller?

Frage von Patrick G. am 12.10.2016 

Was gibt es bei einer Innendämmung von Kellerwänden zu beachten? Wir möchten unseren Kellerraum (ca. 30m² groß) langfristig zu einem Wohnraum umbauen. Uns wurde empfohlen, die Kelleraußenwände und Deckenanschluss mit Klimaplatten auf Kalzium-Silikat-Basis zu verkleben und diese zu überspachteln und mit einer Silikatfarbe anzustreichen. Wären Klimaplatten die idealste Lösung? Könnte man die Handwerker beauftragen oder müsste man sich im Vorfeld noch bei anderen Stellen erkundigen oder etwas beantragen? Was müssten wir bzgl. der EnEV berücksichtigen? 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Generell kommt es bei der Innendämmung darauf an, den Feuchteeinfall von innen in die Wand zu vermeiden, um Bauschäden wie Schimmel zu vermeiden. Möglich ist das zum einen durch eine wasserdampfdichte Konstruktion, bei der eine Dampfsperre von innen auf der Dämmung aufgebracht werden muss. Der Nachteil: Die Konstruktion ist selten dicht und bietet immer ein gewisses Restrisiko.

Besser ist dagegen eine sogenannte kapillaraktive Innendämmung, zum Beispiel mit den von Ihnen beschriebenen Kalziumsilikatplatten. Denn diese können einen Teil der Feuchtigkeit aufnehmen, speichern oder nach außen abführen. Wichtig ist auch hier, dass die Dämmplatten besonders sorgfältig auf der Wand aufgebracht und mit ebenso durchlässigen Materialen beschichtet werden.

Eine dritte und besonders sichere Lösung ist es, wenn auf der Innenseite ein mit Platten verkleidetes Holz-Ständerwerk errichtet wird, das dann mit Zelluloseflocken ausgeblasen wird. Das eignet sich vor allem dann, wenn die angefallene Feuchte durch die Außenwand nur eingeschränkt abtransportiert werden kann und bietet bestmöglichen Schutz vor Schimmel und anderen Feuchteschäden.

Ein Fachhandwerker oder Energieberater vor Ort kann beurteilen, welche Lösung die beste für Ihr Vorhaben ist. Diesen finden Sie zum Beispiel in der Energie-Effizienz-Experten-Liste.

In Bezug auf die EnEV bestehen Anforderungen nur dann, wenn die Wände ersetzt oder von Außen behandelt werden.

Werden die Anforderungen der KfW eingehalten (U-Wert von 0,2 für Wände gegen Außenluft bzw. 0,25 für Wände gegen Erdreich) kann die Maßnahme mit einem Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der Kosten gefördert werden. Der Antrag muss vor dem Beginn der Maßnahme zusammen mit einem Energieberater gestellt werden.

Weitere Informationen zur Innendämmung haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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