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Expertenrat

Welche Möglichkeiten gibt es, den Trittschall in einem Altbau zu erhöhen?

Frage von Sabine J. am 19.09.2016 

Welche Möglichkeit gibt es, nachträglich eine Trittschalldämmung einzubauen. Unser Vermieter sagt, das geht nicht.
Bitte um schnelle Antwort, morgen ist Gerichtstermin mit dem Vermieter wg. sehr lauter Nachbarn.

Der Bau ist aus dem Jahr 1966 und ohne Trittschalldämmung. Von oben ist es sehr laut. Der Bodenbelag besteht aus geklebtem Parkett.
 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Um den Trittschall zu erhöhen, gibt es verschiedene Maßnahmen. Generell ist wichtig zu wissen, dass der Körperschall - der Schall der zum Beispiel durch Laufen in der oberen Wohnung entsteht - nicht nur über die Decke selbst, sondern auch über flankierende Bauteile wie angrenzende Wände übertragen wird. Diese Stellen zu optimieren ist im Altbau nicht immer leicht.

Eine Möglichkeit wäre, die Decke in der unteren Wohnung abzuhängen. Dabei wird über schallentkoppelte Abhänger - an der Decke montierte Befestigungen - eine Unterkonstruktion aus Holz oder Profilblech installiert. Auf eine Schicht aus Gipskarton-Platten wird dann eine mineralische Dämmung - zum Beispiel Mineralwolleplatten - aufgebracht. Wichtig ist, dass alle Verbindungen zwischen Unterkonstruktion und Wand mit Dichtungsband entkoppelt werden. Auch die Platten selbst sollten nicht fest mit der Wand verbunden werden.

Wie gut diese Möglichkeit funktioniert und ob es in Ihrem Fall eventuell weitere Maßnahmen gibt, hängt vom Aufbau der Decke ab. Da wir die örtlichen Gegebenheiten aus der Ferne nicht einschätzen können, empfehlen wir Ihnen die Begutachtung durch einen Sachverständigen. Einen Bauphysiker oder Bauingenieur aus Ihrer Region finden Sie zum Beispiel in der Energie-Effizienz-Expertenlister der KfW.

Weitere Informationen zum Thema Trittschalldämmung haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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