01.10.2026
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Start in die Heizsaison 2026/27: Heizkosten, Förderung, Tipps

Hohe Heizkosten bleiben Sorgenthema

Die Heizsaison 2026/27 steht in den Startlöchern – Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen zu den Themen Heizkosten, Förderung und Heizungseinstellungen! Die Auswertung der letzten Heizperiode zeigt, dass hohe Heizkosten vor allem in Haushalten mit Ölheizung, Fernwärme und Gasheizung nach wie vor ein Thema sind. Haushalte mit Wärmepumpe und Pelletheizung können sich dagegen über bezahlbare Wärme freuen. Auch zu Beginn der kalten Jahreszeit ist es übrigens noch nicht zu spät, die Sparpotenziale auszuloten. Eine Heizungswartung und die Optimierung der Einstellungen können Entlastung bringen. Und auch ein Blick auf die (abschmelzende) Heizungsförderung lohnt sich jetzt! Die Themen der Heizsaison 2026/27 im Überblick.

Raumthermostat Heizung
Die Heizsaison 2026/27 steht in den Startlöchern – Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen zu den Themen Heizkosten, Förderung und HeizungseinstellungenFoto: Erik Mclean / Unsplash

Hohe Heizkosten bleiben ein Thema
Wer gehofft hatte, das lästige Thema Heizkosten hätte sich nach einigen Krisenjahren endlich erledigt, wird ziemlich enttäuscht: Eine Entlastung bei den Gaskosten hatte allenfalls kurzfristige Wirkung, durch den Irankrieg muss aktuell bereits wieder mit steigenden Kosten gerechnet werden. Auch das Heizen mit Öl und Fernwärme war zuletzt teuer. Über vergleichsweise günstige Wärme konnten sich dagegen Haushalte mit Wärmepumpe und Pelletheizung freuen. --> Aktueller Stand: Sowohl im Einfamilienhaus als auch in der Wohnung im Mehrfamilienhaus ist eine Wärmepumpe die günstigste Heizung.

Durchschnittliche Heizkosten für ein 130 m² großes Einfamilienhaus laut aktuellem Heizspiegel
(in Klammern: Veränderung ggü. Vorjahr; 2026: Prognose)

  • Erdgas 2025: 2.040 Euro (+15 %); 2026: 1.930 Euro (-5 %)
  • Heizöl 2025: 2.145 Euro (+1 %); 2026: 2.745 Euro (+28 %)
  • Fernwärme 2025: 2.040 Euro (+3 %); 2026: 2.055 Euro (+1 %)
  • Wärmepumpe 2025: 1.260 Euro (+5 %); 2026: 1.300 Euro (+3 %)
  • Holzpellets 2025: 1.415 Euro (+24 %); 2026: 1.740 Euro (+23 %)

--> Alle Infos zu den aktuellen Heizkosten und Vergleichsmöglichkeiten findest du im aktuellen Heizspiegel.

Große regionale Unterschiede bei den Heizkosten in Mehrfamilienhäusern
Eine regionale Auswertung des Energiedienstleisters Techem zeigt deutliche Unterschiede bei den Heizkosten: Am teuersten ist Heizen demnach im Saarland mit 14,50 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Schleswig-Holstein (12,77 Euro) und Hessen (12,76 Euro). Berlin verzeichnete mit durchschnittlich 10,34 Euro pro Quadratmeter die niedrigsten Heizkosten, Nordrhein-Westfalen (10,69 Euro) und Bremen (10,72 Euro) liegen im Ranking nur knapp darüber. Auch zwischen den Städten zeigen sich erhebliche Unterschiede. Die höchsten Werte entfielen auf Ravensburg (13,34 Euro), Reutlingen (13,22 Euro) und Sömmerda (13,10 Euro). Die niedrigsten durchschnittlichen Heizkosten wurden in Bielefeld mit 8,99 Euro pro Quadratmeter gemessen. Rheine und Würzburg teilen sich mit jeweils 9,93 Euro pro Quadratmeter den zweiten Platz.

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Mit Wärmepumpe kann am günstigsten geheizt werden - im EFH und MFH!
Sowohl im Einfamilienhaus als auch in der Wohnung im Mehrfamilienhaus ist eine Wärmepumpe die günstigste Heizung. Das zeigt sowohl der Heizspiegel 2026 als auch der Techem Atlas für Energie, Wärme & Wasser 2026: Mit Wärmepumpen versorgte Mehrfamilienhäuser weisen demnach im untersuchten Gebäudebestand im zurücckliegenden Jahr die niedrigsten Wärmekosten pro Quadratmeter auf. Während die Verbrauchskosten bei Wärmepumpen seit 2021 weitgehend stabil geblieben sind, verzeichneten konventionelle Heizsysteme wie Gasheizungen und Ölheizungen deutliche Anstiege. Die Auswertungen zeigen außerdem, dass etwa 30 Prozent der Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern durch eine optimierte Betriebsführung sogar noch effizienter betrieben werden könnten.

Gaspreis und Füllstand der Gasspeicher sorgt für Sorgenfalten
Die Gaspreise sind im September auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen. Zu den Sorgen um den Gaspreis kommt ein weiterer Punkt, der viele beunruhigt: Die Füllstände der deutschen Gasspeicher sind historisch niedrig. Was private Haushalte mit Gasheizung jetzt tun können, lest ihr hier.

Zum Beginn der Heizsaison an Heizungswartung denken!
Spätestens jetzt sollten Heizung und Einstellungen überprüft werden, damit im Winter alles rund läuft!

Heizungsförderung sinkt kontinuierlich – jetzt über Heizungstausch informieren
Zeit ist Geld – das gilt neuerdings auch bei der Heizungsförderung der KfW! Alle sechs Monate sinken die Zuschüsse. Für Eigentümer bedeutet das: Tempo machen beim Heizungstausch und dem Abschmelzen der Förderbeträge nicht tatenlos zuschauen. Auch wer eine klimafreundliche Heizung erneuern möchte, sollte sich sputen!

Erste Heizsaison mit neuen GModG-Regelungen
Der Klassiker: Kaum nimmt die Heizsaison richtig Fahrt auf, verabschiedet sich die alte Heizung. Ist der Schaden nicht mehr zu reparieren, muss eine neue Heizung her. Hierfür gelten mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) neue gesetzliche Regelungen, mit denen sich Eigentümer:innen rechtzeitig vertraut machen sollten! Denn zu beachten sind nicht nur die erlaubten Heizungen, sondern auch die Biotreppe und die neu geregelte Aufteilung der Kosten zwischen Mieter und Vermieter.

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Quelle: energie-fachberater.de / Co2online / Techem GmbH
 
 

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