22.09.2026
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Heizspiegel 2026: Heizkosten steigen wieder

Das kostet Heizen mit Strom, Gas, Öl, Holzpellets und Fernwärme

Die Heizkosten steigen wieder – und werden in den kommenden Jahren für viele Haushalte zur Dauerbelastung. Im Abrechnungsjahr 2025 war vor allem das Heizen mit Gas und Holzpellets deutlich teurer als zuvor. Wärmepumpen und Fernwärme wurden dagegen nur moderat teurer. Ursache für die Kostensteigerung waren die gestiegenen Preise einzelner Energieträger sowie der kältere Winter. Das zeigt der neue Heizspiegel für Deutschland 2026. Damit können Haushalte prüfen, wie hoch ihre Heizkosten im Vergleich sind. Fazit insgesamt für 2025/26: Mit Wärmepumpe und Pelletheizung sind die Heizkosten am günstigsten, mit Ölheizung und Fernwärme am teuersten.

Heizspiegel: Heizkosten 2026
Mit dem neuen Heizspiegel für Deutschland 2026 können Haushalte prüfen, wie hoch ihre Heizkosten im Vergleich sindFoto: co2online gGmbH

Nach der Entspannung in den Jahren 2023 und 2024 mussten viele Haushalte 2025 wieder mehr fürs Heizen bezahlen. Am deutlichsten zeigte sich diese Entwicklung bei Erdgas und Holzpellets. Je nach Gebäudeart lagen die Kosten um bis zu 15 beziehungsweise 24 Prozent über dem Vorjahr. Wärmepumpen und Fernwärme wurden dagegen nur moderat teurer, während Heizöl nahezu auf dem Niveau des Vorjahres blieb.

Auch für 2026 wird mit weiteren Kostensteigerungen gerechnet. Besonders Heizöl und Holzpellets dürften deutlich teurer werden. Beim Erdgas zeichnet sich dagegen zunächst eine Entlastung ab: Durch den Wegfall der Gasspeicherumlage könnten die Heizkosten im Jahresdurchschnitt leicht sinken. Allerdings könnten die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Gaskosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen lassen.

Durchschnittliche Heizkosten für eine 70 m² große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus
(in Klammern: Veränderung ggü. Vorjahr; 2026: Prognose)

  • Erdgas 2025: 1.170 Euro (+14 %); 2026: 1.120 Euro (-4 %)
  • Heizöl 2025: 1.030 Euro (0 %); 2026: 1.275 Euro (+24 %)
  • Fernwärme 2025: 1.295 Euro (+6 %); 2026: 1.310 Euro (+1 %)
  • Wärmepumpe 2025: 715 Euro (+5 %); 2026: 735 Euro (+3 %)
  • Holzpellets 2025: 735 Euro (+20 %); 860 Euro (+17 %)

Durchschnittliche Heizkosten für ein 130 m² großes Einfamilienhaus
(in Klammern: Veränderung ggü. Vorjahr; 2026: Prognose)

  • Erdgas 2025: 2.040 Euro (+15 %); 2026: 1.930 Euro (-5 %)
  • Heizöl 2025: 2.145 Euro (+1 %); 2026: 2.745 Euro (+28 %)
  • Fernwärme 2025: 2.040 Euro (+3 %); 2026: 2.055 Euro (+1 %)
  • Wärmepumpe 2025: 1.260 Euro (+5 %); 2026: 1.300 Euro (+3 %)
  • Holzpellets 2025: 1.415 Euro (+24 %); 2026: 1.740 Euro (+23 %)

--> Fazit: Sowohl im Einfamilienhaus als auch in der Wohnung im Mehrfamilienhaus ist eine Wärmepumpe die günstigste Heizung. Auch Holzpellets sorgen trotz Preissteigerungen für vergleichsweise günstige Heizkosten.

Was kostet eine neue Heizung? Hier kostenfrei und unverbindlich Vergleichsangebote einholen.


Seit zwei Jahrzehnten verfolgt der Heizspiegel, wie sich die Heizkosten in Deutschland entwickeln. Dafür werden zehntausende Abrechnungen ausgewertet. Der Trend ist inzwischen eindeutig: Das Zeitalter günstiger fossiler Heizenergie (Erdgas und Heizöl) ist spätestens seit der Energiekrise vor vier Jahren vorbei. Fossiles Heizen ist langfristig teurer und bleibt mit größeren Kostenrisiken verbunden als das Heizen mit erneuerbaren Energien. Wer heute eine neue Heizung plant, sollte diese Entwicklung kennen, auch wenn der Einbau von reinen Gas- und Ölheizungen mit dem GModG wieder erlaubt ist.

Teure Prognose: Heizkosten für Gas- und Ölheizungen könnten sich verdoppeln
Während einzelne Energiepreise von Jahr zu Jahr schwanken, zeigt die langfristige Entwicklung eine klare Richtung: Heizen mit fossilen Energien wird voraussichtlich immer teurer. Die neue co2online Heizkostenprognose zeigt, dass sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln können. Ursachen hierfür sind unter anderem steigende CO₂-Kosten, höhere Netzentgelte sowie die sogenannte "Bio-Treppe". Die Kosten für Wärmepumpen werden dagegen deutlich langsamer steigen und voraussichtlich dauerhaft am niedrigsten bleiben.

--> Gut zu wissen: Für den Umstieg auf erneuerbare Energien können Eigentümer:innen noch bis 2030 die Heizungsförderung der KfW nutzen.

Der Heizspiegel für Deutschland 2026 wurde gemeinsam von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht.

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Quelle: co2online / Mieterbund / Bauherren-Schutzbund / energie-fachberater.de
 
 

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