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18.06.2021

Förderung für den sommerlichen Wärmeschutz - Zuschuss oder Kredit

Förderfähig ist außenliegender Sonnenschutz mit Steuerung

Sommerlicher Wärmeschutz ist wichtig, um Wohnräume ohne Klimatisierung kühl zu halten. Das ist nachhaltig, spart Energie und erhöht den Wohnkomfort. Deshalb ist in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) auch eine Förderung für sommerlichen Wärmeschutz enthalten: Für außen liegenden Sonnenschutz (z.B. Rollläden, Fensterläden, Außenjalousien) gibt es Zuschüsse vom BAFA und Förderkredite der KfW. Alle Infos zur Förderung.

Holzhaus im Gegenlicht
Außen liegender Sonnenschutz schützt effektiv vor Hitze. Von KfW und BAFA gibt es deshalb eine Förderung für sommerlichen WärmeschutzFoto: energie-fachberater.de

Was genau wird beim sommerlichen Wärmeschutz gefördert?
Gefördert wird als Einzelmaßnahme sommerlicher Wärmeschutz (BEG EM) der "Ersatz oder erstmalige Einbau von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung zum Beispiel über Lichtlenksysteme oder strahlungsabhängige Steuerung". Die Zuschüsse und Förderkredite gibt es also für Rollläden, Fensterläden, Außenjalousien, Fenster-Markisen, Terrassen-Markisen und Wintergarten-Markisen sowie Steuerungen. Wichtig für die Förderung ist eine automatische Steuerung, die die Versorgung mit Tageslicht und den Sonnenschutz optimiert. Solche cleveren Steuerungssysteme ermöglichen eine zentrale Bedienung. So muss nicht jeder Rollladen von Hand in Position gebracht werden und auch wenn die Bewohner tagsüber nicht zu Hause sind, wird der Sonnenschutz perfekt in Position gebracht. Das hilft besonders während längerer Hitzeperioden gegen das Aufheizen der Wohnräume.

Wie hoch ist die Förderung für den sommerlichen Wärmeschutz?
1. BAFA-Zuschüsse für den sommerlichen Wärmeschutz
Der Zuschuss für Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent ist möglich, wenn die Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war = iSFP-Bonus.

2. Förderkredit der KfW für sommerlichen Wärmeschutz
Maximal 60.000 Euro Kredit können Eigentümer:innen für Einzelmaßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz erhalten. Der Tilgungszuschuss beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch bei der Kreditförderung ist ein iSFP-Bonus in Höhe von 5 Prozent möglich.

Was sind die Voraussetzungen bei der Förderung?
Voraussetzung ist die Einhaltung der Vorgaben der DIN4108-2:2013-02 zum sommerlichen Wärmeschutz. Dazu muss vom Energieberater mindestens ein Nachweis nach DIN4108-2:2013-02 geführt werden, und zwar für den Raum, für den sich die höchsten Anforderungen bezüglich des sommerlichen Wärmeschutzes ergeben.

Die Kosten für die Sanierung müssen sich auf mindestens 2.000 Euro belaufen. Die förderfähigen Kosten für einzelne Sanierungsmaßnahmen sind pro Jahr auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Der maximale Zuschuss beträgt damit 12.000 Euro.

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Wo kann ich die Förderung für den sommerlichen Wärmeschutz beantragen?
Sowohl die Förderung des BAFA als auch die KfW-Förderung muss immer vor Beauftragung des Handwerksunternehmens beantragt werden! Grundlage für den Förderantrag ist ein ausführlicher Kostenvoranschlag. Der Zuschuss wird direkt online beim BAFA beantragt. Den Förderkredit der KfW beantragen Eigentümer:innen bei einer Bank oder Sparkasse.

Für alle Förderungen ist die Einbindung eines Energieberaters / Sachverständigen Pflicht! Zugelassen sind alle Sachverständigen, die in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes geführt sind. Für die dabei entstehenden Kosten gibt es einen Zuschuss für Fachplanung und Baubegleitung in Höhe von 50 Prozent - entweder vom BAFA oder von der KfW, je nachdem, wo die Förderung beantragt wird.

Steuerbonus für sommerlichen Wärmeschutz als Alternative
Wer den Sonnenschutz aus eigenen Mitteln finanziert und keine Förderung beantragt, kann den Steuerbonus für Sanierungskosten nutzen. Diese Steuerermäßigung lohnt sich vor allem für Eigentümer:innen mit recht hoher Einkommensteuer. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was - je nach Steuerschuld - bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten abdecken kann. Die technischen Mindestanforderungen entsprechen denen der Förderung von KfW und BAFA und müssen von einem Fachbetrieb bescheinigt werden. Ein Energieberater ist nicht Pflicht.

Wichtiger Hinweis: Eigentümer:innen können entweder die Förderung oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich.

Über den Sonnenschutz hinaus tragen auch neue Fenster und eine Dämmung zum sommerlichen Wärmeschutz bei. Auch diese Maßnahmen werden von BAFA (Zuschüsse) und KfW (Förderkredite) gefördert:

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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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