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Expertenrat

Ist bei einer Aufstockung eine Dämmung der gesamten Fassade sinnvoll?

Frage von Utz P. am 09.03.2016 

Ich bin gerade an der Planung für eine Etagenaufstockung an unserm Wohnhaus vorzunehmen. Meine Frage ist ob es sinnvoll ist bei einem Mauerwerk wo 1980 gebaut wurde einen Vollwärmeschutz zu montieren? 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Ich denke ja. Immerhin sind die diesbezüglichen gesetzlichen Vorschriften seit dem Baujahr Ihres Hauses mehrmals verschärft worden. Der zulässige Energiebedarf eines Neubaus hat sich seit 1980 auf weniger als 30 % reduziert. Ob der Aufwand für einen Vollwärmeschutz wirtschaftlich im Sinne einer Amortisation ist, kann mit Sicherheit niemand sagen. In jedem Falle tritt aber eine Verbesserung der thermischen Behaglichkeit ein. Kalte Füße sind bei normaler Raumtemperatur kein Thema mehr. Tauwasser und ggf. Schimmelbildung ist bei sorgfältiger Ausführung der Dämmmaßnahme ausgeschlossen. Der Energiebedarf für Raumheizung reduziert sich. Der Baukörper wird mit einem zusätzlichen Wetterschutz ausgerüstet, was den Feuchteeintrag verringert und thermische Spannungen reduziert. Ich könnte mir für den Neubau gut eine Aufstockung mit gewöhnlichem Ziegelmauerwerk vorstellen. Das gesamte Gebäude wird dann nach Rohbaufertigstellung (altes und neues Mauerwerk) mit einem Vollwärmeschutz versehen. 12 bis 14 cm Dämmung sollten es schon sein (Orientierung: Technische Mindestanforderungen für Fördermaßnahmen der KfW-Förderbank). Die Wahl des Dämmstoffes ist dabei zweitrangig.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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