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Expertenrat

Ich möchte den Spitzboden ausbauen. Wie stark muss die Dachdämmung sein?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Andreas A. am 20.04.2021 

Mein Satteldach wurde 1990 abgedeckt, mit ölgetränkten Hartfaserplatten versehen und von innen mit 120 mm alukaschierter Zwischensparrendämmung ausgestattet. Nun möchte ich den Spitzboden ausbauen. Ist hierfür eine Untersparrendämmung von ? mm und anschließende Beplankung mit Gipskartonplatten nach EnEV zulässig? Gerne auch eine kostengünstige Empfehlung.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Ohne Änderung an der Außenhaut sind grundsätzlich keine Dämmarbeiten Pflicht. Dämmstoffe sorgen aber für niedrigere Heizkosten und einen wesentlich höheren Wohnkomfort. Beides sind Gründe, die für eine Dachdämmung sprechen. Den vom Gebäudeenergiegesetz (GEG; Nachfolger der EnEV) vorgegebenen U-Wert von 0,24 W/m²K erreichen Sie dabei mit einer 5 bis 6 cm starken Untersparrendämmung der Wärmeleitgruppe 035. Alternativ können Sie die Sparren auch aufdoppeln und die vorhandene Zwischensparrendämmung um etwa 8 cm erweitern - entscheidend sind hier Größe und Lage der Sparren.

Zum Raum hin sollten Sie die Konstruktion mit einer feuchtevariablen Dampfbremsfolie abschließen. Diese hat den Vorteil, dass eventuell eingetretene Feuchtigkeit in den Dachraum zurücktrocknen kann.

Unter der Folie folgt im besten Falle eine Lattung als Unterkonstruktion für die Decke, die auch als Installationsebene dient. Somit ist es möglich, Kabel etc. zu verlegen, ohne die Dampfbremse durchstoßen und Schwachstellen schaffen zu müssen.

Unser Tipp: Besprechen Sie das Vorhaben vor der Umsetzung mit einem Energieberater aus Ihrer Region. Dieser prüft, wie stark die Dämmung sein muss und gibt individuelle Tipps zur fachgerechten Ausführung. Ansprechpartner finden Sie in der Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes sowie bei der Verbraucherzentrale für Energieberatung.

Möchten Sie einen Handwerksbetrieb mit der Dachdämmung beauftragen, bekommen Sie über unser Online-Angebotstool für Dacharbeiten kostenfrei unverbindliche Angebote.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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