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Expertenrat

Erreiche ich die EE-Klasse bei der BEG-WG-Förderung auch mit einem Pelletofen?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Bettina G. am 26.07.2021 

Ich brauche dringend eine Auskunft, ob Pelletöfen förderfähig sind, um ein KfW 55 oder KfW 55 EE-Klasse zu erreichen. Oder werden nur noch Luft Wärmepumpen angerechnet? Ich baue in Kürze ein 55 qm Holzhaus, ökologisch gedämmt mit 3-Fach-Verglasung.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Voraussetzung für das Erreichen der EE-Klasse bei der BEG-WG-Förderung ist ein Anteil regenerativer Energien an der Heizlast von 55 Prozent. Dieser ist unter anderem mit fester Biomasse erreichbar (Pellets), sofern es sich um eine neu eingebaute und automatisch beschickte Heizung mit Wasser als Wärmeträger handelt. Infrage kommt beispielsweise ein Pelletkessel oder ein wasserführender und automatisch beschickter Pelletofen. Nachlesen können Sie das in den technischen FAQ der KfW unter den Punkten 14.01 und 14.06.


Kommentare

Bettina G.

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Gilt das alles auch für einen Neubau mit dem wassergeführten Pelletofen? Bis jetzt weiß ich nur, dass das für Einzelmaßnahmen gilt.

ENERGIE-FACHBERATER 
Ja, die Anforderungen gelten für EE-Klassen bei Neubau und Sanierung. Um diese zu erreichen, ist mindestens ein wasserführender und automatisch beschickter Ofen erforderlich. 

Geht es um die Bilanzierung bzw. die Berechnung des Primärenergiebedarfs im Sinne der BEG-Förderung, dürfen Einzelfeuerstätten ohne automatische Beschickung wie Kamine ebenfalls nur eingeschränkt angerechnet werden. Arbeiten diese wasserführend, etwa zur Unterstützung der Heizung, können Energieberater handbeschickte Kamine zu maximal 10 Prozent (maximaler Deckungsanteil des Nutzenergiebedarfs) berücksichtigen. Pelletöfen mit Tagesspeicher, die nicht hydraulisch in das Heizsystem eingebunden sind, lassen sich hingegen mit einem Deckungsanteil von maximal 10 Prozent berücksichtigen. Beide Lösungen tragen jedoch nicht zum Erreichen einer EE-Klasse bei.
Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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