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Expertenrat

Gibt es einen dünnen Dämmstoff für die Dämmung der Kellerdecke unter der Fußbdenheizung?

Frage von Reinhold S. am 26.04.2016 

Ich möchte nachträglich eine elektr. Fußbodenmattenheizung verlegen. Holzdielen kommen raus, Fließen sind neu. Gibt es zur Dämmung gegen die Kellerdecke ein geeignetes dünnes Material? 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Wärmedämmstoffe lassen sich durch ihre spezifische Wärmeleitfähigkeit unterscheiden. Je kleiner die angegebene Wärmeleitfähigkeit ist, um so weniger Dämmstoff wird benötigt, um bei gleicher Dämmstoffstärke eine bestimmte Dämmwirkung zu erzielen. Die besten, für Fußbodenheizungen geeigneten Dämmstoffe, also die mit der geringsten Wärmeleitfähigkeit, sind extrudiertes Schaumpolystyrol (Styrodur mit einer Wärmeleitfähigkeit um 0,31 W/mK) und kaschierte PU-Schäume (Wärmeleitfähigkeit um 0,22 W/mK). Ich würde dazu raten, die vom Systemhersteller der elektrischen Fußbodenheizung empfohlenen Dämmstoffe zu verwenden. Dabei gehe ich davon aus, dass Dämmstoffe unter einem Heizsystem auch für eine entsprechende Belastung ausgelegt sein müssen. Bezüglich der Dämmstoffstärke wäre zu sagen, dass viel auch viel hilft. Mit anderen Worten: Wenn es sich lediglich um kurzzeitige Erwärmungen handelt (z.B. Oberflächentemperaturerhöhung der Fliesen unter dem Waschbecken) kann man auch mit geringen Dämmstoffstärken von etwa ein bis zwei cm leben. Bei einer Vollheizung sind jedoch die Verluste bei diesen geringen Stärken zu hoch. Hier sollten es schon schon Dämmstoffstärken um 8 bis 10 cm sein.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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