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Expertenrat

Für eine Innendämmung unseres Einfamilienhauses suche ich das passende Dämmmaterial.

Frage von Helmut L. am 15.06.2015 

Für eine Innendämmung suche ich für unser ein Familienhaus ein passendes Dämmmaterial .
Die Wandbeschaffenheit ist :

  • 17,5 Poroton
  • 4 cm Mineralwolle
  • 4,5 cm Luftschicht
  • 11 cm Klinker

Das Haus ist Bauj. 1978. Danke für eine Beurteilung. 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Eine Innendämmung des gegebenen Wandaufbaus erfordert kein spezielles Dämmmaterial. Es lassen sich sowohl Schaumkunststoffe, wie Styropor- bzw. Verbundplatten, Zellulose- und Holzfaserdämmstoffe als auch mineralische Dämmstoffe, wie Mineralwolle oder Mineralschaum anwenden. Unabhängig vom eingesetzten Dämmstoff, ist die exakte Befolgung der Verarbeitungsrichtlinien, die in der Regel Bestandteil der Zulassungen sind, von Bedeutung. Eine zentrale Anforderung stellt dabei die luftdichte und hinterlüftungsfreie Montage der Dämmmaterialien dar. Dazu muss jeder der möglichen Dämmstoffe möglichst unmittelbar auf die zu dämmende Wand montiert werden. Bei den plattenartigen Dämmstoffen, z.B. aus einem Verbundmaterial, erfordert dies eine ganzflächige Verklebung (mit Zahnspachtel) bzw. eine Verklebung des Dämmstoffes mit Klebepunkten und umlaufender Klebewulst. Mineralwolle, z.B. zwischen einer Traglattung verlegt, verlangt die luftdichte Montage einer luftdichtenden Ebene aus speziellen Bahnen (feuchtevariable Dampfdiffusionsbremse) auf der warmen Seite. Die danach montierten Gipskartonplatten erhalten zur Decke, zum Fußboden und zu den angrenzenden Wänden eine elastische Dichtungsfuge. Mineralschaum wird mit einem Klebemörtel ebenfalls hinterlüftungsfrei gegen die zu dämmende Wand versetzt und anschließend verputzt.

Die Stärke des neu verlegten Dämmstoffes (Wärmeleitgruppe 040) sollte 8 cm nicht unterschreiten. Bei der Montage einer Innendämmung dürfen wasserführende Rohrleitungen nicht in der Dämmebene verbleiben (Einfriergefahr). Erforderliche Installationen müssen innerhalb einer Installationsebene auf der warmen Seite der gedämmten Wand verlegt werden. Spezielle feuchtevariable Dampfbremsen werden bei gewöhnlicher Raumnutzung nur bei Aufbauten mit Mineral- bzw Naturfasern benötigt. Bei kritischen Wärmebrücken (Betondecken, Innenwände) ist die zusätzliche Anbringung von Dämmkeilen sinnvoll.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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