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Expertenrat

Welche Dämmstoffe eignen sich zum sommerlichen Wärmeschutz?

Frage von Jürgen K. am 28.08.2016 

Gibt es für den sommerlichen Wärmeschutz der einzelnen Dämmstoffe eine Liste, welche am Besten geeignet sind? 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Bei der Auswahl von Dämmstoffen für den sommerlichen Hitzeschutz kommt es darauf an, den Wärmedurchgang durch ein Bauteil zu verringern und die Zeit zwischen Wärmebelastung und dem Durchdringen der Temperaturen im Innenraum zu verschieben.


Die Qualität der Wärmedämmstoffe unterscheidet sich dabei in der Wärmeleitgruppe und der Masse. Die Wärmeleitgruppe ist ein Kennwert von Baustoffen, der angibt, wie viel Wärme er hindurchlässt. Ein kleiner Wert steht dabei für eine hohe Dämmwirkung - im Sommer wie im Winter.


Ein weiterer Faktor ist die Masse des Dämmstoffs. Eine hohe Masse kann mehr Wärme speichern und die Zeit bis zum Durchdringen der Wärme im Tagesverlauf soweit verschieben, bis sie durch kühlere Außenluft wieder reguliert wird. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben in der Regel eine höhere Masse.


Einen Überblick über mögliche Dämmstoffe finden Sie hier: Überblick Dämmstoffe 


Kommentare

Jürgen K.

Hallo,

ich war auf Ihrer Seite und habe mir die Dämmstoffberatung angeschaut. Leider finde ich dort weder Wärmeleitfähigkeitswerte, noch Materialien, die beim sommerlichen Wärmeschutz besonders gut geeignet sind. 

Würde ich eine Holzfaserdämmplatte nehmen bräuchte ich nur 0,185 m Dämmstärke; würde ich aber Mineralfaser nehmen bräuchte ich 0,815 m.

Ist der sommerliche Wärmeschutz nicht genauso wichtig, wie die Wärmedämmung im Winter? Das war meine Frage: Wo finde ich noch für andere Stoffe diese Werte?

ENERGIE-FACHBERATER 

Eine Übersicht mit Angaben zu den spezifischen Baustoffwerten können wir Ihnen aktuell leider nicht zut Verfügung stellen. 


Wärmedämmstoffe haben in erster Linie die Aufgabe den Wärmetransport durch ein Bauteil zu minimieren. Das funktioniert besonders gut, wenn sie viel Luft im Inneren einschließen. Gute Wärmespeicher sind hingegen schwere Bauteile wie massive Wände, Betondecken oder Ähnliches. Eine Sommer- oder Winterdämmung gibt es nicht.


Wichtig für den sommerlichen Wärmeschutz ist es den Wärmetransport von außen nach innen zu minimieren - Aufgabe der Dämmung, genau wie im Winter von innen nach außen - sowie zum Beispiel über transparente Bauteile eingetragene Wärme im Tagesverlauf zu speichern und in der kühleren Nacht abzugeben. Das ist die Aufgabe schwerer Bauteile. 


Optimal ist dabei die Kombination von Dämmstoffen mit niedriger Wärmeleitfähigkeit außen und massiven Wänden im Inneren eines Gebäudes. 
Geht es in Ihrem Fall um ein konkretes Projekt, empfehlen wir die Vor-Ort-Beratung durch einen unabhängigen Energieberater. Diesen finden Sie zum Beispiel in der Beratersuche.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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