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Expertenrat

Wie lässt sich eine ungenügende Trittschalldämmung durch eine zusätzliche Schalldämmung von unten (natürlich preisgünstig) verbessern?

Frage von Helmut U. am 28.06.2015 

Wie lässt sich eine ungenügende Trittschalldämmung (Neubau, Spitzboden, Parkett, Holzsparren) durch eine zusätzliche Schalldämmung von unten (natürlich preisgünstig) verbessern? 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Im Nachhinein ist – wenn Maßnahmen am Fußboden des darüber liegenden Raumes ausgeschlossen sind - nur eine Konstruktion mit einer abgehängten Decke ausführbar. Jedoch sind hierbei positive Ergebnisse mit Einschränkungen erzielbar. Während Geräusche im höheren Frequenzspektrum noch einigermaßen gut gedämpft werden können, ist die vollständige Ausblendung von tieferen Tönen nur schwer möglich. Möglicherweise fehlt es bei Ihrer Decke an ausreichender Baumasse, so dass Schwingungen nur sehr schwach gedämpft werden. Um diesen Nachteil auszugleichen, muss eine abgehängte Decke schallentkoppelt (z.B. durch spezielle Federelemente) eingebaut werden. Um die Weiterleitung von Schall in dem Hohlraum zwischen Decke und Abhänger zu unterbinden, ist einer weicher Faserdämmstoff (z.B. Mineralwolle) vorzusehen. Namhafte Hersteller haben in der Regel ein komplettes, abgestimmtes System im Programm. Insbesondere bei Ausführungsmängeln der Trittschalldämmung im Bereich der Ränder und bei Durchdringungen ist mit Körperschallweiterleitung zu rechnen, die sich über die Flanken nach unten übertragen. Diesem Anteil ist mit einer abgehängten Konstruktion kaum beizukommen.

Ich empfehle Ihnen einen Bauphysiker mit reichen Schallschutzerfahrungen zu konsultieren. Dieser sollte den Anteil der Luft- bzw. Körperschallübertragung bestimmen und die richtigen Systeme empfehlen können.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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