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Expertenrat

Muss der U-Wert der Haustür für die Förderung schlechter sein als der Wert umliegender Bauteile?

Frage von Norbert N. am 29.06.2021 

In der Bestimmung steht, der U-Wert der Außenwand sollte besser sein als der U-Wert der neuen Haustür (i.d. U=1,3). Ist das Fördervoraussetzung oder ist das "sollte" eher eine "Kann-Bestimmung"? Was ist, wenn der U-Wert der Außenwand kleiner ist als der U-Wert der neuen Haustür?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Ziel der Anforderungen ist es, Haustüren und Fenster als sogenannte "Feuchtefallen" zu nutzen. Der schlechtere U-Wert sorgt dabei dafür, dass die Oberflächentemperaturen von Türen und Fenstern im Winter unter denen umliegender Bauteile liegen. Kommt es zur Kondensation von Wasser aus der Raumluft, findet diese daher in aller Regel zuerst an den transparenten Bauteilen statt. Sie können das Wasser gut abwischen und entsprechend Stoßlüften. An Wänden würde die Feuchtigkeit unter Umständen nicht auffallen, was Schimmelprobleme nach sich ziehen kann.

Einbau und Förderung der Haustür sind aber auch dann möglich, wenn der U-Wert der neuen Haustür besser ist. Ein Energie-Effizienz-Experte prüft dann allerdings, ob Tauwasser anfallen kann. Unter Umständen sind auch lüftungstechnische Maßnahmen erforderlich. Ob das der Fall ist, lässt sich aus der Ferne jedoch nicht beurteilen.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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