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Expertenrat

Wie kann ich den Schallschutz zum Nachbarn durch eine Dämmung verbessern?

Frage von Frank R. am 12.04.2016 

Ich habe leider nur eine 12cm starke Wand zum Nachbarn und würde diese gerne mit Schallschutzplatten versehen. Die maximale Aufbauhöhe sollte maximal 100 mm betragen. Was können Sie für Material empfehlen? 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

In Ihrem Fall handelt es sich von der Aufgabenstellung her um die Verringerung der Übertragung von Körperschall. Durch zusätzliche Maßnahmen soll verhindert werden, dass die durch Schallwellen verursachte Schwingung der schwachen 12er-Wand sich in Ihren Wohnbereich fortsetzt. Wenn möglich, soll auch der Schallübertragungsweg über die Flanken (z.B. Außenwände) reduziert werden. Letzteres ist durch nachträgliche, einseitige Maßnahmen jedoch kaum umzusetzen. Was bleibt, ist die Reduzierung der Weiterleitung von Schallwellen über die 12er-Wand. Hierbei kann eine separat gestellte, einseitig beplankte Ständerwand helfen, die möglichst an keiner Stelle mit der vorhandenen 12er Trennwand verbunden wird. Hierzu werden unter Verwendung von schwingungsdämpfenden und luftdichtenden Schaumstoffbändern z.B. U-Metallprofile für den Trockenbau auf den Boden, die Decke und die angrenzenden Wände geschraubt. Zwischen die U-Profile werden entsprechende Pfosten gesetzt. In die entstehenden Zwischenräume werden 60 mm, besser 80 mm starke Mineralwolledämmmatten für Trennwände gesetzt. Abschließend werden spezielle Gipskartonplatten (z.B. Silentboard), möglichst in zwei oder drei Lagen versetzt aufgeschraubt. An den Rändern, unten und oben lässt man eine Sollfuge von 5 bis 8 mm. Das überstehende Quellband wird bündig abgeschnitten. Die umlaufende Fuge wird mit Acryl verschlossen. Danach wird die Wand gespachtelt, gestrichen oder tapeziert.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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