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Expertenrat

Wie kann ich die Dachbodendämmung in meinem Haus einfach und effizient verbessern?

Frage von Christoph N. am 01.11.2023 

Ich habe ein Haus Bj. 1974 mit Spitzdach. Es handelt sich um einen Bungalow (Wohnfläche nur im Erdgeschoss). Die Innendecke (Gipskarton) ist mit flacherem Winkel dem Spitzdach "nachlaufend". D.h. man kann in den Dachboden reinlaufen, dieser ist aber aufgrund des schrägen Bodens nicht zum Wohnraum ausbaubar.

In der Mitte des Dachbodens beträgt der Abstand zu den Dachziegeln ca. 2,20, an den Seiten laufen Boden und Dach dann entsprechend zusammen. Das Dach ist vor ca. 15 Jahren neu gemacht worden. Die Dämmung befindet sich auf der Geschossdecke mit folgendem Aufbau von unten: Gipskartonplatte, Styroporplatten (nicht luftdicht, eingelegte recht dicke Folie (nicht luftdicht), Dämmwolle 18 cm zwischen die Sparren geklemmt. Das Dach ist nicht gedämmt.

Meine Frage ist, wie die Dämmung verbessert werden kann. Entweder Erweiterung der bestehenden Dämmung auf der Decke (stelle ich mir recht aufwendig vor, da die Sparren aufgedoppelt werden müssten, die bestehende Dämmwolle ist jetzt schon ca. 6 cm höher als die (abgehängten) Sparren.

Einfacher mögliche wäre es, eine Zwischensparrendämmung ins Dach einzubauen. Dann würde aber weiterhin der nicht nutzbare Dachboden "mitgeheizt" - bei aber bestehender Deckendämmung. Was wäre in diesem Fall zu empfehlen. Die Dämmung würde ich gerne selber vornehmen.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Abhängig vom Zustand der bestehenden Dämmung ist es unter Umständen möglich, diese mit einem leichten schüttfähigen Dämmstoff zu erweitern. Letztere werden auf dem Dachboden eingeblasen oder lose verteilt, um den Wärmeschutz zu verbessern. Soll der Dachboden begehbar bleiben, sind die Sparren allerdings aufzudoppeln. Die Maßnahme ist vergleichsweise einfach, allerdings sollten Sie die Statik der Decke beachten.

Dämmen Sie das Dach über der obersten Geschossdecke, steigern Sie den Wärmeschutz ebenfalls. Wichtig ist dafür jedoch, dass der Dachraum vergleichsweise dicht ist. Andernfalls hebt eine anhaltende Durchströmung die Dämmung im Dach auf.

Wir empfehlen, das Thema mit einem Energieberater vor Ort zu besprechen. Dieser prüft die örtlichen Gegebenheiten, um wertvolle Tipps und Hinweise zur Ausführung geben zu können. Ansprechpartner aus Ihrer Region finden Sie dabei in unserer Energieberater-Datenbank.

Übrigens: Steigern Sie den Wärmeschutz der obersten Geschossdecke, können Sie eine Förderung für die Dachbodendämmung beantragen. Das funktioniert auch bei Eigenleistung, wenn Sie einen U-Wert von 0,14 W/m²K erreichen. Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für Dach und Dachboden herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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