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Expertenrat

Welche Förderung bekomme ich für den Anbau an ein bestehendes Wohnhaus und inwieweit sind Eigenleistungen mit förderbar?

Frage von Sören H. am 19.12.2021 

An ein bestehendes Einfamilienhaus wird eine Wohneinheit (ca. 160 m²) angebaut. Geplant wird der Anbau auf einem Effizienzhaus 40. Ein gewisser Teil soll hierbei in Eigenleistung erbracht werden. Sind davon die Materialkosten förderbar? Oder sind nur die Materialkosten von Arbeiten, die durch Fachunternehmen erfolgen, förderbar.

Bei dem KfW-Zuschuss 430 stand noch das: Bei Eigenleistung sind nur die Materialkosten förderfähig. Dazu muss die Energie­effizienz-Expertin oder der Energie­effizienz-Experte die fachgerechte Durchführung der Maßnahmen und die angefallenen Materialkosten formlos gegenüber dem Bauherrn bestätigen. Die Rechnungen für das Material müssen die Adresse des Investitionsobjektes enthalten."

Dieser ist aber nicht mehr verfügbar. Welche Förderung wäre am besten für mein Vorhaben?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Eigenleistungen sind grundsätzlich nicht mehr förderbar. Hier erhalten Sie auch keine finanzielle Unterstützung vom Staat mehr, wenn ein Energieberater den fachgerechten Einbau prüft und zusammen mit den Kosten bestätigt.

Entsteht die neue Wohneinheit ausschließlich in der Erweiterung oder im Ausbau, können Sie die Neubauförderung aus dem Programmteil Wohngebäude der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beantragen. Bis einschließlich Januar gibt es diese noch für das Erreichen der Effizienzhaus-Stufe 55. Ab 01. Februar können Sie dann nur noch Fördermittel für Gebäude/Anbauten der Effizienzhaus-Stufe 40 beantragen. Verfügbar sind Zuschüsse sowie Darlehen mit Tilgungszuschuss in Höhe von 15 bis 20 Prozent. Erreichen Sie die Erneuerbare-Energien- (hoher EE-Anteil) oder die Nachhaltigkeitsklasse (Nachhaltigkeitszertifikat) steigt die Förderung um 2,5 Prozent an. Erfüllen Sie die höheren Anforderungen der Plus-Klasse, sind 25 Prozent Förderung für das Effizienzhaus möglich.

Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für den Neubau eines Effizienzhauses herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

Erweitern Sie mit dem Anbau eine bereits bestehende Wohneinheit, erhalten Sie die Sanierungsförderung aus dem BEG WG. Diese gibt es für die Effizienzhaus-Stufen 100, 85 70, 55 und 40 für Zuschüsse oder Tilgungszuschüsse in Höhe von 25 Prozent, 27,5 Prozent, 30 Prozent, 35 Prozent, 40 Prozent oder 45 Prozent. Beim Erreichen der EE-Klasse steigt die Förderrate jeweils um 5 Prozent an. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, Fördermittel für Einzelmaßnahmen wie die Dämmung von Wänden oder den Einbau energiesparender Fenster über den Programmteil Einzelmaßnahmen der BEG-Förderung zu nutzen. Die Förderrate beträgt dabei in der Regel 20 bis 25 Prozent.

Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für die Sanierung eines Effizienzhauses herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.


Wichtig ist, dass Sie die Mittel vor der Vergabe von Liefer- und Leistungsverträgen mit einem Energieberater der Energie-Effizienz-Experten-Liste beantragen.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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