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Expertenrat

Ich plane die Aufstockung und Sanierung eines Wohnhauses. Wie gehe ich das Thema richtig an und welche Fördermittel bekomme ich?

Frage von Michel L. am 13.12.2021 

Ich habe vor, ein Einfamilienhaus umfassend umzubauen und in ein Zweifamilienhaus + Einliegerwohnung umzuwandeln, d. h. in Summe 3 WEs. Hierfür saniere ich umfassend und stocke auf. Natürlich möchte ich auch energetisch sanieren. Fenster, Türen, Fassade, Heizung steht auf dem Zettel. Ich blicke leider gar nicht durch mit welchen KFW und BAFA-Maßnahme ich förderfähig wäre. Es gibt Programme für die Sanierung, für den Neubau, für die Umnutzung. Das alles gilt auch noch pro Wohneinheit. Das Thema Sanierungsfahrplan finde ich auch interessant, weiß allerdings auch nicht ob ich hierfür förderfähig bin. In eurem Shop habt ihr sehr viele E-Books zu dem Thema aber ich konnte nicht wirklich etwas passend für mich finden. Wie gehe ich das Thema am besten an?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Wir empfehlen Ihnen im ersten Schritt die Beratung durch einen Energieberater der Energie-Effizienz-Experten-Liste des Bundes. Der Experte nimmt Ihr Gebäude genau unter die Lupe. Er findet Sanierungspotenziale sowie passende Sanierungsmaßnahmen und stellt alles in einem standardisierten Bericht zusammen. Im Ergebnis erhalten Sie dabei ein Maßnahmenpaket für die Gesamtsanierung zum Effizienzhaus oder einen sogenannten Sanierungsfahrplan. Dieser führt alle Maßnahmen in zeitlicher Reihenfolge auf. Das Besondere: Der Staat vergibt eine 80-prozentige Förderung der Energieberatung über das BAFA.

Geht es um die Förderung, stehen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude zwei Wege zur Wahl:

 

  • Sie können alles auf einmal umbauen sowie sanieren und dabei eine Effizienzhaus-Stufe erreichen.
  • Sie können Schritt für Schritt sanieren und die geplanten Maßnahmen einzeln umsetzen.

Im ersten Fall bekommen Sie Fördermittel über den Programmteil Wohngebäude der BEG-Förderung. Sie erhalten wahlweise Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen mit einer Förderrate von 20 bis 50 Prozent. Wie hoch diese ausfällt, hängt dabei von der erreichten Effizienzhaus-Stufe ab. Verfügbar sind die Mittel über die Programme 261 (Darlehen) und 461 (Zuschuss) der KfW. Wichtig zu wissen ist, dass Erweiterungen wie ein Neubau gefördert werden, wenn neue Wohneinheiten allein in diesen entstehen. Die Förderrate liegt dann bei 15 bis 25 Prozent. Ab Februar 2022 fällt die niedrigere Effizienzhaus-Stufe 55 bei der Neubau-Förderung jedoch weg, sodass es die Mittel dann nur noch für Effizienzhäuser der Stufe 40 zu Fördersätzen von 20 bis 25 Prozent gibt.


Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für die Sanierung zum Effizienzhaus herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

Lassen Sie die Maßnahmen einzeln umsetzen, ohne eine Effizienzhaus-Stufe anzustreben, erhalten Sie Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen über den Programmteil Einzelmaßnahmen der BEG-Förderung. Die Förderrate hängt dabei von der Maßnahme ab und liegt zwischen 20 und 55 Prozent. Verfügbar sind die Mittel hier über das BAFA (Zuschuss) oder das Programme 261 (Darlehen mit Tilgungszuschuss) der KfW. Auch hier gilt: Entstehen neue Wohneinheiten allein im Anbau, gelten diese als Neubau. Die Förderung als Einzelmaßnahme ist für diese Bauteile dann nicht möglich. 

Ein Energieberater unterstützt Sie dabei, den individuell besten Weg zu finden und die Fördermittel richtig zu beantragen. Hilfe bekommen Sie darüber hinaus auch vom Fördermittel-Service unseres Portal-Partners Wüstenrot.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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