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Expertenrat

Benötige ich einen neuen Heizkreisverteiler für die Förderung der Wärmepumpe?

Frage von Horst R. am 15.12.2021 

Ich möchte meine Wärmepumpe (39 Jahre alt) gegen eine neue, die mit der Photovoltaikanlage kommuniziert austauschen. Damit die max. Förderung zum Tragen kommt, müssen einige Grundvoraussetzungen erfüllt werde. Unter anderem muss laut Heizungsmonteur ein hydraulischer Abgleich erfolgen - so weit, so gut. Er will dazu auch meine Heizkreisverteiler austauschen, da er bei den alten angeblich keinen Abgleich vornehmen kann. Ich meine, dass dieses nach einer Berechnung auch mit den vorhandenen Absperrhähnen funktioniert. Zumindest wurde dieses Verfahren von einem anderen Heizungsbauer bei einem anderen Haus so durchgeführt, ohne dass neue Heizkreisverteiler eingebaut wurden. Das Problem mit einem neuen HKV liegt darin, dass eine Dusche erneuert werden muss, da der neue HKV die dahinter liegenden Duschwand zerstört. Muss ich wirklich neue HKV intstallieren?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Um den hydraulischen Abgleich durchführen zu können, muss der Heizungsbauer alle Heizkreise so einstellen, dass im Auslegungsfall die benötigte Heizwassermenge hindurchströmt. Dazu müssen die Ventile in die entsprechende Stellung gebracht werden. Bei alten Verteilern ohne Durchflussanzeige ist das im Versuch-Irrtum-Verfahren möglich. Das funktioniert in der Praxis (in der Heizperiode durchgeführt) einigermaßen, ist für den Nachweis zur Förderung der Wärmepumpe allerdings nicht ausreichend. Denn dazu muss der Heizungsbauer gegenüber dem Fördergeber bestätigen, dass die einzelnen Heizkreise mit voreinstellbaren Abgleicharmaturen, Durchflussanzeigen oder Durchflussbegrenzern versehen und entsprechend der Berechnung einreguliert sind.

Unser Tipp: Schildern Sie dem Heizungsbauer das Problem und fragen nach Alternativen, bei denen die Dusche nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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