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Expertenrat

Wir wohnen in einem sanierten Bauernhaus und es schimmelt stark. Wie verhalten wir uns richtig?

Frage von Frau K. am 24.01.2021 

Erstbezug nach Sanierung eines alten Bauernhauses durch den Vermieter. Ab Herbst hatten wir an allen alten Fenstern im Haus morgens teilweise starke Kondenswasserbildung. Feuchtigkeitsmesser zeigen in den Fenstern immer zu hohe Feuchtigkeit an zwischen 50 und 70 Prozent. Im Raum selber ist es aber okay. Die Außenwände sind sehr kalt. Nun ist Schimmel am Fenster und in allen Ecken der Räume. Teilweise sehr starker Befall. Der Vermieter wirft uns vor, wir würden nicht korrekt lüften. Wir lüften aber mehrmals täglich. Stoßlüften. Wir dürfen auch kein Fenster kippen. Vermieter hat eigenständig die Tapete abgerissen und mit Alkohol gewischt. Was nun? Wir sind erstmal mit den Kindern raus aus dem Haus.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Neue Fenster sind so dicht, dass die entstehende Feuchtigkeit aus einem Haus nicht immer ohne Weiteres abziehen kann. Aus diesem Grund ist mehrmaliges Stoßlüften besonders wichtig. Ziehen Sie wieder in das Haus ein, sollten Sie in jedem Fall ein Lüftungsprotokoll erstellen. Auf diesem dokumentieren Sie, wann und wie lange sie täglich lüften. Außerdem dokumentieren Sie auch die Temperatur und die relative Luftfeuchte im Raum - einfache Messgeräte (Hygrometer) gibt es bereits für wenige Euro im Baumarkt. Mit dem Protokoll weisen Sie gegenüber Ihrem Vermieter nach, dass Sie sich korrekt verhalten haben.

Eine Ursache für den Schimmel zu bestimmen, ist aus der Ferne kaum möglich. Da es sich in Ihrem Fall um eine Mietwohnung handelt, die Ihnen aktuell nicht zur Verfügung steht, empfehlen wir den Kontakt zu einem Sachverständigen aus Ihrer Region. Diesen finden Sie über die Webseite des deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes e.V..

Mietrechtliche Fragen klären Sie am besten zeitnah mit einem Mieterschutzverein aus Ihrer Region. Ansprechpartner finden Sie über den Deutschen Mieterbund.

Die Experten wissen, wie Sie sich nun richtig verhalten. Sie können einschätzen, wie mit dem Abreißen der Tapete durch den Vermieter umzugehen ist und unterstützen Sie bei den kommenden Schritten.


Kommentare

Frau K.

Wir möchten uns herzlich bei Ihnen für die vielen nützlichen Informationen bedanken.

Die Feuchtigkeit/ der Schimmel an den Fenstern betrifft nur die alten Holzfenster, die sehr undicht sind. Es gibt auch neue Fenster im Bad zum Beispiel - da gibt es keine Probleme. Der Schimmel an den Wänden betrifft nur die Ecken aller Außenwände unten und oben. Die Außenwände sind sehr sehr kalt. Wir haben eine Gutachterin gefunden, die kommen würde - der Vermieter möchte aber die Kosten nicht übernehmen. Wir wenden uns an den Mieterbund.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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