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Expertenrat

Wie kann ich mich gegen einen Ausfall der Gasversorgung absichern?

Frage von Manfred Z. am 19.03.2022 

Ich habe 2018 eine Gas-Brennwertheizung in mein 2-Familienhaus einbauen lassen. Wie kann ich eine Notheizungsmaßnahme kombinieren, falls die Gasversorgung ausfällt und welche Fördermittel gibt es z. B. für Photovoltaik oder Wärmepumpe?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Sollte Gas tatsächlich einmal nicht zur Verfügung stehen, kommen abhängig von Ihrem Gebäude verschiedene Lösungen infrage. Eine davon ist die bereits angesprochene Wärmepumpe. Die Heizung macht kostenfreie Umweltenergie zur Raumheizung nutzbar. Sie arbeitet in energiesparenden Gebäuden besonders effizient und setzt für einen sparsamen Betrieb eine Vorlauftemperatur von maximal 50 bis 55 Grad Celsius voraus. Diese Werte erreichen Sie zum Beispiel mit großen Heizflächen oder einer Flächenheizung. Die Förderung der Wärmepumpe liegt bei 35 bis 40 Prozent, wobei Zuschüsse und Darlehen mit Tilgungszuschüssen erhältlich sind.

Eine weitere Alternative ist der wasserführende Pelletofen. Dabei handelt es sich um einen Kamin zum automatischen Verbrennen von Pellets. Die Wärme geht zum Teil an den Aufstellraum, zum Teil aber auch an das Heizungswasser über. Sie können auf diese Weise also einen Pufferspeicher beladen und Wärme zeitversetzt für Raumheizung und Warmwasserbereitung nutzen. Fördermittel für wasserführende Pelletöfen gibt es ebenfalls in Höhe von 35 bis 40 Prozent in Form von Zuschüssen oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen.

Die Photovoltaik hilft, Energiekosten zu senken. Dazu wandelt sie kostenfreie Strahlung in elektrische Energie um, die sie dann in einem Batteriespeicher bevorratet. Nutzen können Sie den Solarstrom daraufhin zeitversetzt für elektrische Verbraucher im Haushalt, eine Elektroheizung oder mittels E-Heizpatrone auch in der zentralen Heizanlage. Anders als Wärmepumpen und Pelletöfen steht die Energie der Photovoltaik aber nur dann zur Verfügung, wenn die Sonne scheint. Würde Gas im Winter ausfallen, wäre eine zuverlässige Wärmeversorgung nicht gesichert und Sie müssten teuren Heizstrom aus dem öffentlichen Netz zukaufen. Fördermittel für die Photovoltaik gibt es deutschlandweit nur in Form von günstigen Krediten. Regional sind darüber hinaus teilweise auch Zuschüsse für Photovoltaikmodule und Stromspeicher erhältlich. So zum Beispiel in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin und Bayern.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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